Legasthenie

Lese-Rechtschreib-Schwäche
International ist die Legasthenie als umschriebene Entwicklungsstörung des Lesens und Schreibens definiert (WHO)

Legasthenie: Definition, Ursachen und Symptome

Ursachen und Hintergrund

Die Legasthenie ist nicht auf mangelnde Lernbereitschaft, unzureichende Beschulung oder eine geminderte Intelligenz zurückzuführen. Dem Erscheinungsbild liegen vielmehr unterschiedliche Kombinationen von Teilleistungsschwächen in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik sowie der sensorischen Integration (dem Zusammenspiel verschiedener Wahrnehmungsbereiche) zugrunde. Aufgrund dieser vielfältigen Ursachen ergeben sich individuell sehr unterschiedliche Formen der Legasthenie.


 

Typische Symptome beim Lesen

  • Lesetempo: Auffallend langsames oder stockendes Lesen.
  • Fehlerprofil: Häufiges Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben.
  • Sinnentnahme: Wörter werden oft nicht erlesen, sondern lediglich aus dem Sinnzusammenhang erraten.

Typische Symptome beim Schreiben

  • Fehlerhäufigkeit: Hohe Fehlerzahl beim Abschreiben von Texten sowie bei Diktaten.
  • Inkonsistenz: Wörter werden teilweise fragmenthaft („Wortruinen“) oder im selben Text mehrfach unterschiedlich geschrieben.
  • Verwechslungen: Häufiges Vertauschen optisch ähnlicher Buchstaben (z. B. b/d, p/q) oder Lautfolgen.
  • Grammatik: viele Fehler in Grammatik und Zeichensetzung
  • Schriftbild: Oft unleserliche, „krakelige“ oder verkrampfte Handschrift.

 


 
Auswirkungen auf die Entwicklung

Ohne entsprechende Unterstützung werden die schulische, psychische und soziale Entwicklung der Betroffenen nachhaltig beeinflusst. Dies kann zu einem verminderten Selbstwertgefühl oder Schulangst führen, da die erbrachte Leistung oft nicht dem eigentlichen intellektuellen Potenzial entspricht.

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